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Begegnungen und mehr
Am Schluss meiner Ausbildung im Fachbereich Cranio Sakraler Somatischer Therapie verlangt das Ausbildungskonzept eine Diplomarbeit (oder auf Englisch sagt: a project paper).
Worüber soll ich eine Diplomarbeit, ein project paper schreiben? Es war mir zuwider, schon behandelte Themen nochmals zu überarbeiten und so zu versuchen, das "Rad neu zu erfinden". Auch fragte ich mich, wer ich bin, um mir diese Frechheit leisten zu können, schon erarbeitetes Wissen mit einer anderen Couleur zu versehen und dann zaghaft und gleichzeitig grossartig und grosskotzig, einem unechten Stempel zu versehen?
Wie konnte ich etwas von mir von mir geben und dabei noch den Wunsch zu hegen, dass Du, lieber Leser Dich in irgendeiner Form darüber freuen, erfreuen kannst, es (das project paper) dabei noch ein bleibender Wert sein soll und schliesslich und endlich noch als eine Diplomarbeit, ein project paper angenommen wird?
Für mich soll der schriftliche Abschluss meiner dreijährigen Ausbildung ein Dokument darstellen, welches zeitlos und gleichzeitig einen Teil von mir und meinem Weg zeigen soll. Einen Weg, der, wenn an sich schon Ziel, er für mich doch noch weit vom Ziel entfernt ist.
Frage nach dem Ziel? Besser Frage nach dem Sinn. Also: einen Weg, der, wenn an sich schon Sinn, er für mich doch noch weit vom Sinn entfernt ist. Ein Weg ohne Ende, auf der Suche nach (weiteren) Inhalten, als Bestätigung der Aufgabe, die ich Hier zu erfüllen habe.
Und bei all diesen Überlegungen bekam ich das Bedürfnis, ein kleines Büchlein zu schreiben.
Warum habe ich das dringende Bedürfnis, dieses (kleine) Buch zu schreiben? Die gleiche Frage stellte sich Arnold Mindell in seinem Buch "Schlüssel zum Erwachen". Er schrieb, dass die Niederschrift seines Buches ihm von Anfang an ein wichtiges Anliegen war. Arnold Mindell empfand noch immer diese Notwendigkeit, die ihm zum Schreiben inspirierte, selbst bei der Veröffentlichung, Monate nach dem ersten Entwurf. Ich denke, mir ging es ähnlich.
Das Büchlein besteht aus drei Teilen.
Der erste Teil, den ich "Ich und Du" (nicht nach M. Buber) nenne, wird Dich durch eine Danksagung, einem Vorwort, und einer Einleitung in die Materie einführen so wie ich es empfinde.
Und von diesem ersten Teil, möchte ich Dir eine kleine "Degustation" anbieten, denn es wäre hier nicht angebracht, knapp 200 Seiten einzufügen.
"Ich und Du"
Dieses Buch ist denen gewidmet, die mir Nahe stehen und denen, denen ich (glaube) Nahe stehe(n) (zu dürfen).
Darf ich eine Frage stellen?
Haben Sie etwas dagegen, wenn ich Sie, liebe Leserin, lieber Leser, von jetzt an in der "Du-Form" anrede und mit Dir in der "Du-Form" kommuniziere. Warum ich dieses "Du" anspreche? Weil ich, so wie Martin Buber in seinem Buch "Ich und Du" glaube, dass es mir nicht auf Erfahrung, auf Wissen, auf Nutzanwendung ankommt, sondern daran, dass das "Du" eine besondere Beziehung schafft, eine Beziehung zu Menschen, zu Dingen der Natur und Wesenheiten der Kunst und stellt durch sie hindurch eine Beziehung zum ewigen Du, zu dem eben was einige G'tt, Jesus, Buddha nennen. "Du" grenzt nicht aus.
Deshalb.
Wenn wir eine alpinistische Gradwanderung unternehmen, wenn wir angeseilt in der Felswand hängen und jeder auf jeden angewiesen ist, sollen wir da das "Du" verheimlichen? Sollen wir das "Du" nicht aussprechen dürfen, wenn wir das innere Bedürfnis dazu haben?
Deshalb.
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