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Ida
Was ein Kind erlebt, wenn es mit 2 1/2-3Jahren in einem Supermarkt aus dem Einkaufswagen fällt, was ein Kind erlebt, wenn es mit 7 Jahren die Treppe hinunterstürzt, was ein Kind erlebt, wenn es mit 12/13 Jahren den Schädel an einem Stahlrohr anschlägt, kann man nur verstehen, wenn man ähnliches er- durch- über lebt hat.
Ist es verwunderlich, dass Ida schon im frühesten Kindesalter unter Kopfschmerzen leidet?
Ist es verwunderlich, dass sie später öfters für einige Tage die Schule nicht besuchen konnte, da sie, geplagt von Hirn und kopfzermürbenden Kopfschmerzen, einfach nicht in der Lage war, den Weg in die Schule auf sich zu nehmen, geschweige denn dem Unterricht zu folgen. So kam es regelmässig vor, dass Ida in den letzten Jahren bis zu 5 Mal jeweils 3-4 Tage wegen der oben genannte Problematik in der Schule fehlen musste.
Ich durfte Ida behandeln.
Die Tante von Ida, bei der Ida zu Besuch weilte, eine gute Bekannte (mehr als nur eine gute Bekannte - eine Freundin) unserer Familie und Patientin von mir, schlug Ida vor, sich von mir behandeln zu lassen. Ida, damals im Beginn der Pubertät, fand kein Gefallen an der grossartigen Idee ihrer Tante. Aber was soll’s, die Tante hatte anscheinend recht gute Erfahrungen mit meiner Therapie und mit mir gemacht, worauf hin sich Ida dazu überreden lies, sich doch noch von mir behandeln zu lassen. Da Ida nur für eine Woche zu Besuch in die Schweiz kam, hatten wir also nur einmal die Möglichkeit zusammen zu arbeiten. Und damit war die Erwartungshaltung von Ida, ihrer Tante und (leider) auch von mir doch sehr gross. Wobei ich ganz offen sagen muss, dass Ida einfach nichts erwartete. Nachdem ich versucht hatte, mir Ida über den verbalen Kontakt einen Rapport aufzubauen (was mir so/so gelang, da Ida nicht die Person ist, die im ersten Kontakt sehr offen und gesprächig ist), stieg ich so sanft wie möglich in die Behandlung ein - so wie immer - behandelte sorgfältig ihr Hinterhauptbein, legte meine Finder sanft an den Schädelrand beim Foramen Magnum, dort wo die Wirbelsäule in den Schädel eindringt, kippte den Schädel leicht nach hinten und lud Ida ein, sich mit dem Kinn in Richtung Nasenspitze zu bewegen. In meinem Innersten lud ich den Schädel ein, sich zu entspannen, das Foramen magnum zu öffnen und in dieser entspannten Haltung eine Zeit lang zu verweilen, Ihr Schädel ruhte nunmehr auf meinen Fingerspitzen. Mental visualisierte und öffnete ich ihren Schädel. Sah Falx, Tentorium und die Ventrikel und lud diese ein sich zu entspannen. In Gedanken schraubte ich die Falx und das Tentorium von ihren Ansätzen am Schädeldach und -rand ab und liess sie "dahinflattern", liess sie sich entspannen. Danach senkte ich ihren Schädel und liess diesen ruhsam in meinen Händen verweilen. Ida schlief ein und machte einen lang ersehnten Heilschlaf in meinen Händen. Nach einiger Zeit ging ein tiefes Ausatmen durch ihren Körper. Ein Zeichen für mich, dass ich abbrechen konnte. Langsam nahm ich meine Hände unter ihrem Kopf hervor. Legte sie nochmals behutsam an ihre Schultern, verabschiedete mich von ihrem Körper, dankte ihm für das, was da jetzt vollbracht wurde.
Ida stand auf, und wusste nicht so recht, was los war. Primär war keine Veränderung ei getreten. Sie fühlte sich wohl, etwas müde, aber ohne Beschwerden. Was war das wohl für eine Behandlung gewesen? fragte sie sich.
Ida reiste wieder ab. Die Ferien waren vorbei und sie begann wieder mit der Schule. Ida und ihre Familie wunderten sich, denn von dem Moment der Behandlung an, konnte Ida immer in die Schule gehen, ohne dass sie nur einen Tag wegen Kopfschmerzen aussetzen musste. Auch hatte sich "etwas" in Ida verändert - Was?
Dieses Jahr kommt Ida wieder zu mir und ich darf sie wieder behandeln. Ich freue mich riesig darauf, werde ihren Körper wiederum einladen, dies und das zu tun und werde wieder um Beistand und Unterstützung bitten.
Danke Ida, dass Du soviel Vertrauen in mich hast.
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