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... und wo stehe ich?
Wie schon vorgängig vermerkt, soll ich eine Diplomarbeit schreiben, ein project paper. Aber wie auch schon vorgängig vermerkt, will ich nicht schon Vorhandenes nochmals auffrischen, mit eigenen, an den Haaren herbeigezogenen Kommentaren und Zusätzen ausschmücken und dies dann, als "mein Werk" abliefern. Deshalb kam mir der Gedanke, das "Unangenehme" (sprich Diplomarbeit, project paper) mit dem "Angenehmen" zu verbinden und dieser Gedanke liess eine Diplomarbeit in Form eines kleinen Büchleins entstehen. Ein kleines Büchlein, in dem ich einige meiner "Wundersamen Begegnungen" einem breiteren Kreis und ganz speziell Dir, liebe
Leserin und Dir, lieber Leser zugänglich machen möchte.
Du wirst dich vielleicht jetzt fragen: "Aber was versteht er unter Wundersamen Begegnungen?"
In der Zeit in der ich Cranio Sakrale Somatische Therapie in meinen Praxen anwenden darf habe ich so viele wundersame Begegnungen erfahren dürfen und können, dass es mir ein tiefes Anliegen ist, einige dieser Begegnungen schriftlich festzuhalten. Bei einigen, und ich bitte dich, mir dies zu glauben, traten Tränen des Glückes und der Demut in meine Augen. Ich habe an meinem eigenen Verstand gezweifelt, und habe, und nicht nur in solchen bewegenden Momenten meiner Therapietätigkeit, höhere Mächte um Hilfe, Bewilligung und Unterstützung ge-beten. Wichtig für mich ist noch der Umstand, das ich viele dieser tiefgreifenden, wundersamen Begegnungen an/mit Babys, Kleinkindern, Jugendlichen und jungen Menschen habe erleben dürfen. Und deshalb werde ich über solche Begegnungen schreiben. Auch werde ich Dich nicht mit seitenlangen roman-ähnlichen Gebilden belästigen, sondern nur mit 10 kleinen, grossen, wundersamen Stories. Jede Geschichte ist eine Begegnung.
Eine Begegnung mit einem Baby, einem Kleinkind, einem Jugendlichen oder einem jungen Menschen, eine Begegnung mit einem älteren oder alten Menschen. Alle Stories sind wahr. Jemand hat sie er-funden. Jede Begegnung brachte ihre eigene Lösung. Jede Behandlung ist und war eine Improvisation, wie diejenige auf einem Musikinstrument bei dem versucht wird, einen Gleichklang mit ihr oder ihn, ihrer oder seiner Vergangenheit und mir herbeiführen.
Ohne Erwartungen
Hier liegt auch eine für mich immense Schwierigkeit und ich werde bei jeder Behandlung auf die Probe gestellt: nichts er-warten, nur "da-sein", ohne Zwang, ohne Druck, ohne "es muss ja …". Wartet man nicht immer auf etwas im Leben. Ich warte, das…"The heart of listening…" mit dem ganzen Herzen hinhörend, ohne eine Interpretation, geschweige denn eine Evaluation, eine Wertung, ein Gewicht geben zu wollen, nur als stummer Zeuge der den vorbeifliesenden, turbulenten Fluss von Ferne betrachten darf, den stillen Kontakt suchend in dem Moment, nachdem ich die Bewilligung des Körpers erhalten habe, ihn berühren zu dürfen. Nur er teilt mir mit, wohin der Weg gehen darf, zeigt mir wortlos, was er zu tun gewillt ist. Lässt mich in seine Tiefen eintreten, zeigt mir seine Verletzlichkeiten, bittet zaghaft um Hilfe und Unterstützung. Lässt in seinem Rahmen zu, was zuzulassen er als richtig empfindet.
Jede Behandlung lässt mich von neuem lernen. Jede Begegnung ist für mich eine neue Symphonie, bei der ich das Privileg habe, hineinlauschen zu dürfen. Jeder Tag ein neuer Beginn.
Diese Cranio Sakrale Somatische Therapie, Cranio Sakral Somatic WORK, die Arbeit, ist für mich weder eine systemische noch systematische, konzeptionell-strukturelle Abwicklung, keine mechanische Anwendung von Protokollen, keine schematische Ablauforganisation - kein 40'000 km Standard Service bei einem mehr oder weniger gestylten Wagen, bei dem dann nach Service-Beschrieb Seite 38 bis 45 unter Anderem der Ölfilter, die Vergaserdichtung und der Luftfilter gereinigt und eventuell ersetzt werden muss.
Für mich tun sich andere Dimensionen auf. Andere Welten zeigen sich und laden ein, an deren Türen zu klopfen, um Einlass zu bitten. Bevor ich in eine solche Welt eintrete, muss ich um Erlaubnis bitten und darum beten. Rufe ich meinen Schutzengel oder "meine höhere Macht" und bitte, mich beschützend zu begleiten, mich zu unterstützen, mir beizustehen und auf diese Art den Patienten einzuladen sich Wege und Möglichkeiten zeigen zu lassen, die ihn befähigen sein Wohlbefinden wieder zu erlangen und das im Körper vorhandenes Potential mit ihm und dem Patienten voll auszuschöpfen.
Um Bewilligung fragen. Mit den Worten: "Darf ich …." und auf ein Zeichen von "Dort" zu warten. Warten auf das grüne Licht an der Ampel, welches immer noch auf Rot steht. Immer eine sehr feine, subtile Fragestellung im Englischen: May I ask you……., welche in Deutsch oft als rhetorische, floskale Fragestellung gewertet und, sehr oft, ungewollt, nicht richtig verstanden oder empfunden wird.: "Darf ich Sie fragen……….. und dies immer und immer wieder. Haben wir in der mitteleuropäischen Hemisphäre immer noch nicht verstanden, dass der Körper immer noch dem Besitzer gehört und nicht eine momentane Leihgabe an Drittpersonen (zum Beispiel an die sogenannte Schulmedizin oder die Halbgötter in Weiss) ist? Aber wen kümmert dies schon. Wer Wissen hat, hat Macht. Dass unter diesen Vorzeichen rein aus Zufall das falsche Knie operiert wurde, kann anschliessend nur noch als menschliches Versagen oder als ein medizinischer Kunstfehler bezeichnet werden, welches oder welcher kein Anrecht auf Rehabilitation hat. Aber auch diese schon rein männlichen Untersuchungsmethoden am weiblichen Körper bei einigen Frauenärzten, auf der Frauenabteilung eines Spitals und/oder einer Geburtenabteilung grenzen und sind oft, meiner Meinung nach, eine massive psychische und physische Vergewaltigung der Patientin und nur eine Form von Macht, die ich mir verbiete auf meine Patienten/Innen auszuüben. (Sprechen wir nicht über die Patientin, die bei einer Geburt mit Kaiserschnitt und Rückenmarksanästhesie - Periduralanästesie - nicht nur an den Füssen und Beinen fest angebunden war, sondern auch noch die Hände und Oberarme fest am Operationsbett angebunden hatte. Vergewaltigung im
21. Jahrhundert……. (Rehabilitation wo bist Du?)
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